Global Change Experimental Facility (GCEF)

Vor 125 Jahren begannen auf der Versuchsstation Bad Lauchstädt Pioniere der Agronomie in Sachen Landwirtschaft zu forschen. Ob es um die Auswirkungen verschiedener Düngung auf Pflanzen und Boden ging, um die richtige Anbautechnologie oder um Saatzucht: Von Anfang an standen dabei Bemühungen im Mittelpunkt, eine effiziente und gleichzeitig nachhaltige Bewirtschaftung von Ackerflächen zu ermöglichen.

In diese Tradition reiht sich auch die Global Change Experimental Facility (GCEF) ein. Seit 2014 gestattet es diese, die Auswirkungen des Klimawandels auf verschiedene Formen der Landnutzung zu simulieren. Denn die Versuchsanlage des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung GmbH – UFZ ermöglicht es schon heute klimatische Bedingungen herzustellen, die für die Region erst in einigen Jahrzehnten erwartet werden.

Für EXPRESS bieten die 50 Versuchsparzellen der GCEF Gelegenheit, die Potenziale neuer Technologien unter verschiedenen Voraussetzungen zu erproben. Unter anderem testen wir in Bad Lauchstädt ein neuartiges Wasserstress-Monitoring-System. Dieses System basiert auf der kontinuierlichen in-situ-Messung des Wasserpotenzials in Pflanze und Boden. Die Daten werden dann verknüpft mit großräumigen Datensätzen aus der Fernerkundung und dem Wetter-Monitoring. In Kombination mit Prognosemodellen zum Wasserfluss in der Pflanze könnte das System eine bedarfsgerechte und pflanzenspezifische Bewässerungsplanung ermöglichen.

Wissenschaftlicher Koordinator der GCEF ist der Biologe Dr. Martin Schädler, der das EXPRESS-Team mit seinem Expertenwissen über Bodenökologie auch inhaltlich unterstützt.